Präsidentin Park Geun-hye hat gesagt, sie wolle mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un über die Atomproblematik und den Frieden auf der koreanischen Halbinsel sprechen, sollte ein Treffen zustandekommen.
In einem Interview mit der ARD anlässlich ihres Staatsbesuchs in Deutschland sagte Park, sie sei für innerkoreanische Gespräche jederzeit offen. Ein innerkoreanischer Gipfel könne stattfinden, wenn dies erforderlich sei.
Park sagte aber auch, ein Gipfel um des Dialogs willen oder als Event würde der Entwicklung der innerkoreanischen Beziehungen nicht dienen.
Bei einem möglichen Treffen mit Kim Jong-un würde sie die Botschaft übermitteln, dass Nordkoreas Politik, das Atomprogramm und die wirtschafliche Entwicklung gleichzeitig anzustreben, unmöglich sei. Sie wolle zudem deutlich machen, dass Südkorea zusammen mit der internationalen Gemeinschaft Nordkorea beim Ausbau der Wirtschaft helfen wolle, falls Nordkorea auf sein Atomprogramm verzichten sollte.
Park drückte zudem ihre Erwartung aus, dass Deutschland im Zuge der Wiedervereinigung Koreas eine konstruktive Rolle spielen könne, da Berlin mit einer klaren Position zur Nichtanerkennung des nordkoreanischen Atomprogramms diplomatische Beziehungen mit Pjöngjang unterhalte.
Park ist heute auf Einladung des Bundespräsidenten Joachim Gauck zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Berlin eingetroffen. Sie kam aus Den Haag, wo sie am Nuklearsicherheitsgipfel teilnahm.