Nordkorea verstärkt Tag für Tag seine Diffamierungen gegen Südkorea.
Nordkorea gab eine Pressekonferenz, an der die Besatzungsmitglieder eines letzte Woche zurückgeführten Fischkutters teilnahmen. Die Fischer behaupteten, dass das südkoreanische Militär sie entführt habe und zum Überlaufen zwingen wollte. Beim Kapern sollen Soldaten Eisenstangen geschwungen und den Kapitän und den Ingenieur mit Füßen getreten haben.
Die südkoreanische Marine hatte am Donnerstagabend das Fischerboot nahe der innerkoreanischen Seegrenze im Westmeer aufgebracht und später wieder fahren lassen. Das Boot soll auf Warnsignale sowie Warnschüsse der Marine nicht reagiert haben, nachdem es die Grenze überfahren hatte.
Nordkorea kritisierte zudem anlässlich der Aktion von Bürgergruppen, Flugblätter mit antinordkoreanischen Botschaften über die Grenze zu schicken, Präsidentin Park Geun-hye. Dabei drohte der Norden erneut mit einem Flammenmeer und mobilisierte auch Einwohner für die Diffamierungen.
Angesichts dieser Situation forderte Südkorea Nordkorea eindringlich auf, Diffamierungen zu unterlassen. Das Verteidigungsministerium verlangte, den Versuch, durch die verzerrte Darstellung der humanitären Rückführung des Fischkutters die Spannungen zu schüren, zu stoppen. Das Vereinigungsministerium betonte, dass der Norden selbst die innerkoreanische Einigung verletze.
Seoul verfolgt nun die Entwicklungen in Nordkorea aufmerksam, angesichts der Gefahr, dass Drohungen und Diffamierungen zu Provokationen führen könnten.