Die jüngst in Südkorea entdeckten Drohnen sind vermutlich von nordkoreanischen Frontruppen 15 bis 20 Kilometer nördlich von der militärischen Demarkationslinie losgeschickt worden.
Anhand der Untersuchung der Motoren und Treibstoffbehälter sowie des Gewichts der Drohnen sei man zu diesem Schluss gekommen, teilte ein an der gemeinsamen Untersuchung beteiligter Regierungsvertreter mit.
Derzeit befinde sich die Ermittlung der in das GPS eingegebenen Koordinate für die Orte, an die die drei Drohnen zurückkehren sollten, in der Endphase. Der genaue Startort werde erst nach der Auswertung festgestellt. Es sei jedoch gewiss, dass Nordkoreas Truppeneinheiten die Fluggeräte an der Grenze losgeschickt hätten, hieß es.
Das südkoreanische Militär geht davon aus, dass die Drohnen bereits bei den nordkoreanischen Truppen an der innerkoreanischen Grenze in Dienst stehen. Das Verteidigungsministerium teilte mit, dass die entdeckten Drohnen anscheinend für Aufklärungsaktivitäten zu militärischen Zwecken eingesetzt worden seien. Sollten sie zu Angriffszwecken umgebaut werden, könnten sie auf südkoreanische Truppeneinheiten in den zentralen Regionen und strategisch wichtige Anlagen abzielen.
Ein Militärvertreter sagte, es werde gemutmaßt, dass Nordkorea über mehr als 1.000 Drohnen verfüge. Rund 100 unbemannte Bomber für Attentate seien in Dienst gestellt worden.