Nach Einschätzung des südkoreanischen Vereinigungsministeriums hat Nordkorea mit der jüngsten Parlamentssitzung die innere Neuordnung des Kim Jong-un-Regimes abgeschlossen.
Daher sei vorstellbar, dass sich Nordkorea künftig aktiv für die Verbesserung der Beziehungen zum Ausland einsetzt, darunter auch für die Wiederaufnahme der Sechser-Gespräche, prognostizierte das Ressort in einer Analyse am Donnerstag.
Die erste Sitzung der 13. Obersten Volksversammlung habe gezeigt, dass Nordkorea der Stabiliät den Vorrang vor Veränderungen gebe. Das Regime scheine den Staat in stabiler Weise lenken zu wollen, um eine mögliche Unsicherheit im Innern nach der Hinrichtung von Jang Song-taek bei einer weiteren Isolation von der Außenwelt zu minimieren.
Die ausgebliebene Verfassungsänderung und das Beschließen neuer Gesetze auf der Sitzung bedeute, dass der institutionelle Rahmen des Kim Jong-un-Regimes bereits geschaffen worden sei. Nordkorea habe in den letzten zwei Jahren seine Parteisatzung, Verfassung und Gesetze geändert, um die Führerschaft Kims zu unterstützen.
Das Ausbleiben umfassender Personalwechsel werde darauf zurückgeführt, dass die Besetzung wichtiger Posten in Partei, Politik und Militär mit Gefolgsleuten von Kim Jong-un weitgehend abgeschlossen sei.
Bezüglich der künftigen Entwicklungen in Nordkorea hieß es, dass das Land offenbar weiterhin die atomare Aufrüstung und wirtschaftliche Entwicklung gleichzeitig anstrebe.