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Deutscher Firmenchef wegen Ausfuhr von Rüstungsgütern weiter in Haft
Write: 2003-06-26 00:00:00 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Der Geschäftsführer einer deutschen Firma, der des Atomschmuggels nach Nordkorea verdächtigt wird, muss weiter in Haft bleiben. Das Stuttgarter Oberlandesgericht gab einer Haftbeschwerde des Mannes nicht statt. Es sehe bei ihm weiterhin Fluchtgefahr wegen weiter bestehender Auslandskontakte, hieß es. Dem Geschäftsführer der baden-wüttembergischen Firma Optronic wird zur Last gelegt, dass er Anfang April ohne eine behördliche Genehmigung den Export von ca. 22 Tonnen Aluminiumrohren veranlasst habe. Ihm wird daher ein Verstoß gegen das Außenwirtschaftsgesetz vorgeworfen. Die Aluminiumrohre werden zur Herstellung von Gasultrazentrifugen benötigt, mit denen Uran bis zur Waffentauglichkeit angereichert werden kann. Die Bundesregierung hatte damals den mit Material beladenen Frachter in Ägypten stoppen lassen. Als offizieller Empfänger der Rohre wurde zwar der chinesische Flugzeugbauer Shenyang Aircraft Corporation angegeben. Die Bundesregierung hegt allerdings den Verdacht, dass Nordkorea der wahre Adressat gewesen ist.
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