Süd- und Nordkorea haben heute in der grenznahen nordkoreanischen Stadt Gaesung den Grundstein zum Bau eines Industriekomplexes gelegt. Etwa 300 Persönlichkeiten aus beiden Ländern, darunter der Vorsitzende des südkoreanischen Unternehmens Hyundai Asan, Chung Mong-hun, nahmen an der etwa 30 Minuten dauernden Zeremonie teil. Das Projekt wurde vor drei Jahren bei einem Treffen zwischen Chung und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-il vereinbart. Nach dem Abkommen soll der Industriepark innerhalb von fünf Jahren auf einer Fläche von 39,6 Quadratkilometern entstehen. Die Investitionen werden auf 160 Millionen Euro geschätzt. In der ersten Bauphase soll zunächst auf 3,3 Quadratkilometern ein Teilkomplex fertig gestellt werden. Zuvor hatte Nordkorea ein Sonderregelwerk für die Entwicklung des Industrieparks und die Firmengründungen erlassen. Danach kann jeder innerhalb der Wirtschaftszone in fast allen Industriebereichen ein Unternehmen gründen. Unternehmen, die in die Leichtindustrie und Bereiche der Hochtechnologie investieren, sollen von steuerlichen Begünstigungen profitieren. Der durchschnittliche Monatslohn für die nordkoreanischen Arbeiter wurde auf 65 US-Dollar, einschließlich Sozialbeiträge, festgelegt.