Laut Nachrichtendiensten Südkoreas und der USA werden auf dem nordkoreanischen Atomtestgelände in Punggye-ri die Vorbereitungen für einen neuen Atomtest fortgesetzt.
Wegen eines möglichen Täuschungsmanövers sei es jedoch noch schwieriger geworden, konkrete Anzeichen für einen bevorstehenden Atomtest festzustellen, teilten die Geheimdienste mit.
Nordkorea führe seit drei Wochen absichtlich Aktivitäten für die Erfassung durch Spionagesatelliten durch. Der Norden habe immer wieder ungewöhnliche Bewegungen gezeigt, wie das wiederholte Aufstellen und Entfernen von Schirmen vor Tunneleingängen sowie den Abzug und erneuten Einsatz von Fahrzeugen und Personal vor Tunneln, hieß es.
Bei diesen Bewegungen könne es sich um ein Täuschungsmanöver für die Nachrichtendienste in Südkorea und den USA handeln. Jedoch werde auch nicht ausgeschlossen, dass sie Teil der Vorbereitungen für die Durchführung eines Atomtests sind.
Laut einem Experten des Geheimdiensts soll in der Endstufe der Vorbereitung für einen Atomtest der Tunneleingang zugefüllt werden, nachdem Messgeräte in den Tunnel transportiert worden seien. Es sei jedoch denkbar, dass Nordkorea bei einem neuen Atomtest wie bereits beim dritten Versuch den Eingang nicht schließen werde.
Sollte dieser Schritt nicht erfolgen, sei es noch schwieriger, die Anzeichen für einen unmittelbar bevorstehenden Test zu erkennen, hieß es.