Südkorea will den Vorschlag Nordkoreas, das Jubiläum der gemeinsamen Erklärung vom 15. Juni 2000 gemeinsam zu feiern, nicht akzeptieren.
Eine gemeinsame Veranstaltung aus diesem Anlass sei angesichts der aktuellen Situation in den innerkoreanischen Beziehungen unangemessen. Ein Arbeitstreffen für konkrete Diskussionen könne zu diesem Zeitpunkt ebenfalls kaum erlaubt werden, sagte die stellvertretende Sprecherin des Seouler Vereinigungsministeriums, Park Su-jin. Damit lehnte die Regierung den Vorschlag de facto ab.
Das nordkoreanische Komitee zur Umsetzung der gemeinsamen Erklärung vom 15. Juni schlug am Mittwochvormittag seinem südkoreanischen Pendant vor, am 15. Juni in Kaesong den Jahrestag gemeinsam zu feiern. Dabei solle auch eine Gedenkfeier für die Opfer des Fährunglücks im April stattfinden.
Die Seouler Regierung hatte seit der Einführung ihrer Sanktionen gegen Nordkorea am 24. Mai 2010 keine gemeinsame Veranstaltung anlässlich des Jahrestags der Erklärung vom 15. Juni mehr zugelassen.