Laut den Ergebnissen einer Untersuchung garantiert Südkorea die Rechte der Arbeiter nicht ordnungsgemäß.
Der Internationale Gewerkschaftsbund (ITUC) untersuchte die Situation in 139 Ländern hinsichtlich der Arbeitnehmerrechte auf Grundlage von 97 Indikatoren. Den sogenannten Global Rights Index (GRI) veröffentlichte der Bund bei seiner Generalversammlung am Montag (Ortszeit) in Berlin.
Demnach wurde Südkorea neben weiteren 23 Ländern, darunter China und Indien, in die fünfte Klasse, die unterste Stufe, eingestuft. In diesen Ländern sollen die Rechte der Arbeitnehmer nicht gewährleistet werden. Dort würden zwar gesetzliche Rechte der Arbeitnehmer genannt, die Arbeitnehmer profitierten jedoch nicht davon, hieß es.
Noch schlechter ist die Situation in Ländern der Gruppe 5+, hier sind jedoch Länder wie Somalia vertreten, die kein Rechtsstaat sind.
Als Länder, in denen die Rechte der Arbeitnehmer am besten garantiert werden, wurden 18 Staaten genannt, darunter Dänemark, Norwegen, Belgien und Finnland.
Als Gründe für die Einstufung Südkoreas in die Klasse 5 wurden die Rückgabe der Gründungsanmeldung für die Beamtengewerkschaft, die Einstufung der Lehrergewerkschaft als illegale Gewerkschaft und die Entlassung von Teilnehmern an einem Streik der Eisenbahner genannt.