Das südkoreanische Verteidigungsministerum hat Nordkoreas Regime und Militär als „Hauptfeind“ Südkoreas definiert, der beständig Südkoreas Existenz und Prosperität bedrohe. In einer Informationsschrift für Soldaten, die das Ministerium herausgegeben hat, hieß es, Südkoreas Hauptfeind sei Nordkoreas Regime und Militär, die strategisch Südkoreas Regierung und Militär stürzen und kommunistisch umzugestalten versuchten. Diejenigen in Südkorea, die Nordkoreas Absichten unterstützen und befürworten sowie Kräfte in anderen Ländern, die Absichten einer Invasion gegen Südkorea haben oder Nordkoreas Versuch, den Süden kommunistisch gestalten zu wollen, unterstützen, zählen weiterhin zu Hauptfeinden. Die nordkoreanische Bevölkerung hingegen hat das Verteidigungsministerium allerdings als diejenigen klassifiziert, die Südkorea aus dem humanitären und zukunftsorientierten Gesichtspunkt „umarmen“ sollte. Bezüglich der Definition Nordkoreas zum „Hauptfeind“ hatte es in den letzten Jahren angesichts der innerkoreanischen Annäherung heftige Auseinandersetzungen gegeben. Der Norden rief Seoul dazu auf, die Wendung zu streichen. Die südkoreanischen Konservativen haben jedoch darauf strikt beharrt.