91 Prozent der Nordkorea-Experten in Südkorea halten die Lockerung oder Aufhebung der Sanktionen der Seouler Regierung gegen Nordkorea für notwendig.
Das ergab eine Meinungsumfrage, die die Bürgerkoalition für Wirtschaftliche Gerechtigkeit bei 113 Experten für Nordkorea und Wiedervereinigung durchführte. Anlass war das vierte Jubiläum der Einführung der sogenannten Sanktionen vom 24. Mai, die die Lee Myung-bak-Regierung 2010 als Reaktion auf Nordkoreas Provokationen wie die Versenkung einer Korvette verhängt hatte.
Als Grund für die Notwendigkeit einer Lockerung oder Aufhebung nannten 62 Prozent den Ausbau und die Entwicklung der wirtschaftlichen Kooperation zwischen beiden Koreas. 25 Prozent gaben eine Entspannung im innerkoreanischen Verhältnis an.
Bezüglich des Effekts der Strafmaßnahmen zeigten sich viele Befragte skeptisch. 52 Prozent der Experten, die eine Lockerung oder Aufhebung forderten, antworteten, dass Südkorea durch die Sanktionen größeren Schaden als Nordkorea hingenommen habe. 27 Prozent waren entgegengesetzter Auffassung, während 20 Prozent von einem ähnlich hohen Schaden für beide Seiten ausgingen.
Über die Hälfte der Befragten sagten, dass Südkorea durch eine vollständige Aufhebung der Schritte vom 24. Mai für einen Durchbruch in den innerkoreanischen Beziehungen sorgen sollte. 30 Prozent meinten, dass durch eine teilweise Lockerung Nordkorea zu einer Entschuldigung bewegt werden sollte.