Sechs von zehn Südkoreanern halten Nordkorea für einen Gegenstand der Kooperation.
Das ergab eine Meinungsumfrage, die das Vereinigungsministerium bei 1.000 Menschen durchführte. Die Ergebnisse veröffentlichte der Abgeordnete Jung Chung-rae von der Oppositionspartei NPAD.
58,2 Prozent der Befragten sagten, dass Nordkorea ein Gegenstand der Kooperation sei. 22,8 Prozent sahen das Land als Gegenstand der Unterstützung. Lediglich 13,3 Prozent antworteten, dass Nordkorea ein Gegenstand der Feindseligkeit sei.
Als Weg zur Lösung der nordkoreanischen Nuklearproblematik nannten 37,1 Prozent die parallele Durchführung von Dialog und Druckausübung je nach der Situation. 34,7 Prozent gaben Dialog und Kooperation an. 12,4 Prozent sagten, dass auch Südkorea mit atomarer Aufrüstung dagegen vorgehen soll.
77,2 Prozent befürworteten den von der Regierung angestrebten Prozess zur Vertrauensbildung auf der koreanischen Halbinsel. Lediglich zehn Prozent waren dagegen.
68,8 Prozent stimmten der Auffassung von Präsidentin Park Geun-hye zu, dass eine Wiedervereinigung der Nation ein Glücksfall sei. 27,9 Prozent wollten die Ansicht nicht teilen.
Als Anstrengung, die den Vorbereitungen für eine Wiedervereinigung vorausgehen soll, nannten 47,1 Prozent die Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen. 17,7 Prozent forderten, dass die Angelegenheit mehr Zustimmung bei der Bevölkerung finden soll.
Die Meinungsumfrage führte Research & Research im Auftrag des Vereinigungsministeriums am 7. und 8. März bei 1.000 Menschen am Telefon durch. Das Konfidenzniveau liegt bei 95 Prozent, die Abweichung wird mit plus/minus 3,1 Prozentpunkten angegeben.