Die Schweizer Armee hat nordkoreanische Offiziere ausgebildet und darüber hinaus das Schießen üben lassen.
Das Schweizer Verteidigungsministerium zahlte seit 2011 150.000 Franken oder 167.000 Dollar, damit acht Offiziere aus Nordkorea an einem Trainingskurs am Genfer Zentrum für Sicherheitspolitik (GCSP) teilnehmen können.
Die Regierung in Bern wies die Kritik zurück, dass dies eine Verschwendung von Steuergeldern sei. Das Ausbildungsangebot werde dem abgeschotteten Land helfen, die andere Welt zu verstehen und sich zu öffnen, hieß es.
Das Ministerium geriet jedoch nun in die Kritik, nachdem ein Video veröffentlicht worden war, das zeigt, das nordkoreanische Offiziere mit schweizerischen Gewehren aus einem Wald nahe Genf herauskommen und sich aus dem Gewehr einer Offizierin ein Schuss löst.
Regular Rytz, die Chefin der Grünen Partei der Schweiz, sagte, es sei ein peinlicher Skandal. Armeeangehörige und das GCSP schienen sich zu Komplizen des Unrechtsregimes in Nordkorea zu machen. Sollte das Verteidigungsministerium den Fall nicht lückenlos aufarbeiten, müsse eine Untersuchungskommission der Regierung eingeschaltet werden, forderte Rytz.