Laut einem Medienbericht hat Nordkorea bei den Regierungsgesprächen mit Japan in Stockholm den Willen erklärt, niemals auf Atomwaffen zu verzichten.
Das schrieb die japanische Zeitung „Mainichi Shimbun“ am Mittwoch.
Japan habe bei den Verhandlungen vom 26. bis 28. Mai Nordkorea gedrängt, keine neue Form eines Atomtests zu unternehmen. Laut einer japanischen Regierungsquelle habe die nordkoreanische Seite jedoch die Forderung Japans abgelehnt. Nordkorea habe betont, dass die Entwicklung von Nuklearwaffen und die Wirtschaftserholung die für das Land wichtigsten Angelegenheiten seien, hieß es.
Damit wurde Nordkoreas Kurs, die Entwicklung von Atomwaffen und den Wirtschaftsaufbau gleichzeitig anzustreben, erneut bekräftigt. Dass Japan trotzdem die Lockerung der Sanktionen im Gegenzug für neue Untersuchungen zur Entführungsfrage versprach, wird voraussichtlich die Besorgnis Südkoreas und der USA erhöhen.
Ein ranghoher Regierungsbeamter Südkoreas betonte am Montag in Washington, mit einem Land, das in der Verfassung den Atomwaffenbesitz vorsehe und die Entwicklung von Atomwaffen und die Wirtschaftsentwicklung gleichzeitig vorantreibe, seien keine sinnvollen Gespräche zur Denuklearisierung möglich.
Die US-Botschafterin in Japan, Caroline Kennedy, sagte in einem Interview mit „Mainichi Shimbun“ am 30. Mai, sie sei sich sicher, dass die USA und Japan die nordkoreanische Nuklear- und Raketenproblematik weiterhin als eine diplomatische und sicherheitspolitische Frage mit höchster Priorität behandeln würden.