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Nordkorea baut angeblich Gas-Zentrifugen nach europäischem Modell
Write: 2003-07-07 00:00:00 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Nordkorea kann nach Einschätzung deutscher Atomexperten für seine Atomwaffenentwicklung Gas-Zentrifugen nach europäischem Muster bauen. Die Einschätzung stützt sich auf ein Gutachten des deutschen Unternehmens Urenco, das die einzigen deutschen Uran-Anreicherungsanlagen betreibt. Das Gutachten wurde im Juni im Zusammenhang mit dem für den Herbst geplanten Prozess gegen die deutsche Firma Optronics erstellt, der versuchter Schmuggel von Atommaterialien nach Nordkorea vorgeworfen wird. Nach Überzeugung von Urenco sind die Aluminiumrohre, die nach Nordkorea ausgeführt werden sollten, für den Bau von Gas-Zentrifugen bestimmt. Mit deren Hilfe lässt sich Uran zum Bau von Atombomben anreichern. Es handle sich dabei um 214 nahtlose und 2,40 Meter lange Rohre mit einem Durchmesser von 22 Zentimetern. Diese Maße entsprächen auffällig den Abmessungen der Materialien, die Urenco in den 70er Jahren beim Zentrifugenbau verwendete, hieß es. Das nordkoreanische Handelsunternehmen Namchongang bestritt allerdings die Vorwürfe. Die Firma habe das Material an den chinesischen Flugzeugbauer Shenyang Aircraft Corporation weiterverkaufen wollen.
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