Inmitten der zugespitzen Krise um das nordkoreanische Nuklearprogramm ist heute in Seoul die elfte innerkoreanische Ministerrunde eröffnet worden. Bei den viertägigen Gesprächen wird Südkorea zur Durchführung der zweiten innerkoreanischen Verteidigungsministerkonferenz auffordern. Auf die Konferenz hatten sich beide Teilstaaten bereits im November letzten Jahres verständigt. Ziel ist es, für militärisches Vertrauen zwischen beiden Koreas zu sorgen und einem möglichen zweiten Krieg auf der koreanischen Halbinsel vorzubeugen. Außerdem wolle Südkorea den Norden erkennen lassen, dass die Einwilligung in multilaterale Nukleargespräche dringend erforderlich sei, hieß es. Die südkoreanische Seite werde betonen, dass eine weitere Zuspitzung der Nuklearkrise weder den nordkoreanischen Interessen noch der Entwicklung der innerkoreanischen Beziehungen dienen könne. Chefunterhändler auf südkoreanischer Seite ist Wiedervereinigungsminister Jung Se-hyun. Nordkoreas Delegation wird vom Kabinettsminister Kim Ryung-sung angeführt.