Präsident Kim Dae-jung hat erneut bekräftigt, an der Sonnenscheinpolitik gegenüber Nordkorea festhalten zu wollen. In einem Interview mit der französischen Zeitung „Le Figaro“ hat Kim zwar die Schwierigkeiten in den gegenwärtigen innerkoreanischen Beziehungen zugegeben. Er habe dennoch einen unvermindert festen Willen zur Fortsetzung des Dialogs mit dem Norden. Wie Kim sagte, bereiten die angespannten Beziehungen zwischen den USA und Nordkorea den innerkoreanischen Beziehungen ein Hinderniss. Er habe trotzdem Hoffnung, weil US-Präsident Bush seinen Willen für die Wiederaufnahme der Gespräche mit Nordkorea verkündet habe. Der südkoreanische Präsident machte zudem deutlich, dass eine unverzügliche Wiedervereinigung, die eine Menge Kosten verschlingen würde, nicht das Ziel Südkoreas sei. Südkorea würde dem Norden aber weiterhin helfen. Die Priorität würde jedoch von einfachen Hilfslieferungen auf die Hilfe zur Selbsthilfe im Wirtschaftsbereich verlagert werden.