Laut Worten des Generaldirektors der Welthandelsorganisation (WTO) wird Südkorea andere Länder entschädigen müssen, sollte es die Öffnung seines Reismarktes erneut verschieben.
Diese Position vertrat Roberto Azevêdo in einem schriftlichen Interview mit der Nachrichtenagentur Yonhap. Die Aufschubfrist für die Tariffestsetzung für koreanische Reisprodukte läuft Ende 2014 aus.
Südkorea sollte mit WTO-Mitgliedern über eine zusätzliche Aufschubfrist und Abfindung für interessierte Staaten verhandeln. Zu den Entschädigungen im Falle einer weiteren Verschiebung der Tariffestsetzung würden Zollsenkungen für andere Importwaren und die Erhöhung der Zollkontingente (TRQ) für Reis oder andere Güter zählen, hieß es.
Südkorea verschob die Öffnung seines Reismarktes zuerst bis 2004 und dann erneut bis 2014. Das Land soll bis September der WHO seine Entscheidung über die Tariffestsetzung mitteilen. Im Gegenzug für die Verschiebung der Marktöffnung importiert Südkorea jedes Jahr eine bestimmte Menge Reis, diese Jahr soll sie 409.000 Tonnen betragen.