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Chance für südkoreanische Beteiligung an Nukleargesprächen groß
Write: 2003-07-18 00:00:00 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Hinsichtlich der Form des multilateralen Dialogs über die nordkoreanische Nuklearkrise wird damit gerechnet, dass Südkorea nach einer zweiten Runde der Dreier-Gespräche unter Teilnahme der USA, Chinas und Nordkoreas in Folgegespräche miteinbezogen wird. Wie aus diplomatischen Kreisen in Seoul verlautete, soll Nordkorea während des jüngsten Pjöngjangbesuchs des chinesischen Sondergesandten Dai Bingguo zwar seine Forderungen nach einem bilateralen Dialog mit den USA aufgegeben, aber stattdessen eine Beteiligung Japans an multilateralen Gesprächen abgelehnt haben. China soll der Bitte grundsätzlich zugestimmt haben. Unterdessen hat der südkoreanische Sicherheitsberater Ra Jong-yil die Notwendigkeit betont, im Falle eines Vereinigungsprozesses eine Zwei-plus-Zwei Gesprächsrunde zustande bringen zu wollen. Dies sei auch während seines Washingtonbesuchs diskutiert worden, sagte Ra nach einer Reihe von Treffen, unter anderem mit der US-Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice, US-Außenminister Colin Powell und dem stellvertretenden Verteidigungsminister Paul Wolfowitz. Nordkoreas Abneigung gegen eine Beteiligung Japans sei damit zu begründen, dass sich das Land, das die koreanische Halbinsel einst zu seiner Kolonie gemacht hatte, in Korea bezogene Fragen nicht direkt einmischen dürfe.
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