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Südkorea und USA zweifeln an Glaubwürdigkeit der Berichte über zweite Atomanlage in Nordkorea
Write: 2003-07-21 00:00:00 / Update: 0000-00-00 00:00:00
Der südkoreanische Präsident Roh Moo-hyun hat sich über mögliche negative Auswirkungen von laut seiner Einschätzung haltlosen Medienberichten über eine zweite Atomanlage in Nordkorea besorgt geäußert. Der stellvertretende Sprecher des Präsidialamtes, Kim Man-soo, sagte, dass Roh auf die sehr großen Einflüsse von Nordkorea- bzw. sicherheitsbezogenen Meldungen auf die südkoreanische Wirtschaft hingewiesen habe. Solche haltlosen Medienberichte hätten nicht selten der Wirtschaft geschadet, hieß es. Am gestrigen Sonntag berichtete die US-Zeitung „New York Times“, dass Nordkorea eine zweite geheime Atomanlage für die Plutoniumproduktion gebaut habe. Unter Berufung auf gut informierte Kreise in den USA und Asien hieß es, dass Sensoren an der innerkoreanischen Grenze jüngst erhöhte Werte an Krypton 85 gemessen hätten. Krypton 85 ist ein Gas, das bei der Plutonium-Herstellung anfällt. Nach Informationen der USA, die die bisher bekannte Atomanlage im nordkoreanischen Youngbyon seit Jahren per Satelliten überwachen, stamme das Gas aber nicht aus Youngbyon. Das US-Außenministerium kommentierte zu dem Bericht, es gebe nur Spekulationen, jedoch keine glaubwürdigen Beweise. Der Sprecher des Weißen Hauses, Scott McClellan, sagte lediglich, er wolle eine solche Geheimdienstangelegenheit nicht kommentieren. Der südkoreanische Sicherheitsberater Ra Jong-il berichtete Präsident Roh, dass die Angaben in dem Bericht der „New York Times“ nicht zu bestätigten seien. Es gebe keine aussagekräftigen Beweise dafür, hieß es.
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