Die Kreditvergabe durch die Koreanische Zentralbank mittels ihrer Kompetenz für Notenemission hat den höchsten Stand seit 15 Jahren und sechs Monaten erreicht.
Laut der Notenbank betrug die Summe der an private oder öffentliche Unternehmen vergebenen Darlehen 13,157 Billionen Won oder knapp 13 Milliarden Dollar Ende August. Das waren 64,7 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Damit wurde der höchste Stand seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008 übertroffen. Im November 2009 wurden 13 Billionen Won oder 12,8 Milliarden Dollar verzeichnet. Zudem war dies der höchste Stand seit Februar 1999, als die Summe nach dem Ausbruch der Devisenkrise 1997 15 Billionen Won oder 14,8 Milliarden Dollar erreichte.
Sollte die Notenbank mittels ihres Notenemissionsrechts Geld in Umlauf bringen, gibt sie sogenannte Anleihen für Währungsstabilisierung aus, um entsprechend Liquidität aufzunehmen. Sie muss jedoch Zinsen dafür zahlen und Anleihen können die Volkswirtschaft belasten.
Beamte glaubten offenbar immer noch, dass sie das Geld der Zentralbank wie ihr eigenes Geld verwenden dürften, sagte ein Finanzexperte. Es müsse erwogen werden, dass für die Gebrauchmachung von der Kompetenz für Notenemission in bestimmten Bereichen die Zustimmung des Parlaments eingeholt werden müsse.