Der Emissionshandel wird planmäßig im kommenden Jahr eingeführt.
Die Einführung der Regelung, nach der der Kauf von Autos mit geringem Schadstoffausstoß bezuschusst wird, wird dagegen auf 2020 verschoben.
Das beschloss die Regierung bei der Sitzung der für Wirtschaft zuständigen Minister. Hintergrund ist die Einschätzung, dass die gleichzeitige Einführung beider Schritte die einheimische Industrie übermäßig belasten könnte.
Details über den Emissionshandel werden bald festgelegt und bekannt gegeben. Zugleich will die Regierung Maßnahmen erwägen, die Lasten der Unternehmen zu reduzieren, darunter die Lockerung der Senkungsvorgaben für Treibhausgasemissionen in allen Branchen auf zehn Prozent.
Die Einführung des Schritts, dass man beim Kauf eines Autos mit hohem Schadstoffausstoß einen Zuschlag zahlen soll und bei einem umweltfreundlichen Auto Subventionen erhält, wird angesichts einer nur geringen Wirkung verschoben. Nach entsprechenden Studienergebnissen würden damit lediglich 35 Prozent der angestrebten Senkung der Treibhausgasemissionen von 1,6 Millionen Tonnen in sechs Jahren erreicht, sollte das System ab dem kommenden Jahr gelten. Gleichzeitig würden große Nebenwirkungen für die Industrie befürchtet, begründete die Regierung die Entscheidung.
Stattdessen will die Regierung die Steuerbegünstigung für Elektro- und Hybrid-Autos verlängern und zusätzliche Subventionen gewähren.