Bei einer Senkung des Leitzinssatzes wird bei den Zinseinkünften ein größerer Rückgang als bei den Zinskosten verzeichnet.
Das ging aus einem Bericht hervor, den die Koreanische Zentralbank einem Abgeordneten im parlamentarischen Finanzausschuss vorlegte.
Sollten Marktzinssätze sowie Einlagen- und Kreditzinssätze entsprechend der Senkung des Leitzinssatzes im August sinken, würden die Zinskosten der privaten Haushalte schätzungsweise um 2,8 Billionen Won oder knapp 2,7 Milliarden Dollar im Jahr zurückgehen.
Demgegenüber würden die Zinseinkünfte um 4,4 Billionen Won oder 4,2 Milliarden Dollar schrumpfen. Demnach werde das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte um 1,6 Billionen Won oder 1,5 Milliarden Dollar im Jahr sinken, hieß es.
Damit die geschrumpfte Kaufkraft der Haushalte ausgeglichen wird und die Zinssenkung zur Konjunkturbelebung beitragen kann, müssen Unternehmen mehr niedrigverzinste Darlehen aufnehmen und ihre Investitionen steigern. Genau das ist zurzeit jedoch nicht der Fall. Der Zuwachs der Kreditvergabe bei sechs Geschäftsbanken an kleine und mittlere Unternehmen schrumpfte im August um 24 Prozent im Vormonatsvergleich. Demnach stiegen die Hypothekenkredite privater Haushalte auf den höchsten Stand in diesem Jahr.