Die Nachrichtendienste Südkoreas und der USA gehen davon aus, dass das Kim Jong-un-Regime trotz Kims seit einem Monat fehlenden öffentlichen Auftritten nach wie vor fest im Sattel sitze.
Diplomatische Quellen in Washington sagten am Donnerstag (Ortszeit), sie hätten gehört, dass Nordkoreas Machthaber wegen eines Problems am Fußgelenk medizinisch behandelt werde. Die Nachrichtendienste Südkoreas und der USA teilten die Ansicht, dass Spekulationen über einen Staatsstreich haltlos seien und Kims Herrschaft nicht bedroht sei.
Ihres Wissens könne Kims Krankheit nicht kurzfristig geheilt werden, sondern es handle sich um eine chronische Krankheit, die von Symptomen wie Ödemen begleitet werde. Es sei sehr wahrscheinlich, dass er nach einer gewissen Zeit wieder in der Öffentlichkeit auftrete, hieß es weiter.
Kim Jong-un zeigte sich am 3. September zum letzten Mal in der Öffentlichkeit, als er einem Konzert in Pjöngjang beiwohnte.