Nach der Einführung der Sanktionen gegen Nordkorea im Mai 2010 haben 304 von insgesamt 918 südkoreanischen Unternehmen, die mit Nordkorea Geschäfte abgewickelt hatten, geschlossen.
Das ging aus Unterlagen hervor, die das Vereinigungsministerium einem Abgeordneten des parlamentarischen Ausschusses für Auswärtiges und Vereinigung vorlegte.
Davon seien 70 Unternehmen, die Nordkoreaner mit der Produktion beauftragt hatten, und 234 Handelsunternehmen gewesen.
Hinsichtlich der Schäden der Unternehmen infolge der Sanktionen hieß es, dass damals 43 Unternehmen ausschließlich der für Geumgang-Touren zuständigen und im Kaesong-Industriepark ansässigen Betriebe von der Regierung die Kooperation mit Nordkorea genehmigt worden sei. Ihre Investitionsumme habe 84 Milliarden Won oder 78 Millionen Dollar betragen.
Hyundai-Asan, der Veranstalter der innerkoreanischen Touren ins Geumgang-Gebirge, musste nach eigenen Angaben Umsatzeinbußen in Höhe von 760 Milliarden Won oder 709 Millionen Dollar hinnehmen, nachdem das Tourprogramm im Sommer 2008 eingestellt worden war.