Daum Kakao will künftig einer Forderung von Ermittlern nach der Überwachung nicht nachkommen.
Das teilte Lee Sirgoo, Ko-CEO des Betreibers von Kakao Talk, des führenden mobilen Messengers in Südkorea, auf einer Pressekonferenz am Montag mit.
Daum Kakao wolle sich dafür entschuldigen, in der Angelegenheit ungeschickt vorgegangen zu sein und damit bei Nutzern Angst und Verwirrung ausgelöst zu haben, sagte Lee.
Das Unternehmen wolle künftig dem Schutz der Privatsphäre höchste Priorität einräumen, sollte zwischen dem Gesetz und der Privatsphäre kein gesellschaftlicher Konsens bestehen. Hierfür sei Daum Kakao seit 7. Oktober keiner Forderung von Ermittlern nach der Überwachung nachgekommen und werde dies auch künftig so handhaben, fügte Lee hinzu.
Die Gesprächsdaten der Nutzer würden nun lediglich zwei bis drei Tage, damit kürzer als früher, auf den eigenen Servern gespeichert. Binnen Jahresfrist wolle das Unternehmen erreichen, die dort gespeicherten Daten zu verschlüsseln, hieß es weiter.
Der Schritt von Daum Kakao erfolgte, nachdem Staatsanwälte im September bekannt gegeben hatten, dass sie haltlose Gerüchte im Internet in Echtzeit überwachen wollten. Da bekannt wurde, dass dabei ein Vertreter des Unternehmens anwesend war, erregte dies bei Nutzern von Kakao Talk Sorge, dass die Regierung ihre Botschaften lesen könnte, um gegen die Regierung gerichtete Bemerkungen zu kontrollieren.