Nordkorea hat angesichts Südkoreas Warnschüssen gegen seine Soldaten an der Demarkationslinie mit Vergeltung gedroht.
Anlass ist ein Schusswechsel zwischen Soldaten beider Koreas in der demilitarisierten Zone am Sonntag. Hierzu kam es, nachdem sich mehrere nordkoreanische Soldaten der militärischen Demarkationslinie (MDL) genähert hatten und das südkoreanische Militär Warnschüsse abgegeben hatte.
Wie das südkoreanische Verteidigungsministerium mitteilte, habe Nordkorea am Montag eine Telefonmitteilung über die militärische Kommunikationsleitung am Westmeer geschickt.
Darin hieß es, dass die Soldaten nahe der MDL auf Patrouille gegangen seien. Sollte der Süden weiterhin Warnschüsse abfeuern, werde der Norden zu einer unvorhersehbaren Vergeltungsmaßnahme greifen.
Daraufhin schickte das Verteidigungsministerium nach eigenen Angaben eine Antwort, in der steht, dass die Nordkoreaner zuerst die MDL verletzt und eine Provokation verübt hätten. Außerdem habe das Ressort gefordert, Maßnahmen zur Verhinderung ähnlicher Zwischenfälle zu treffen.
Angesichts möglichen Zwischenfällen verfolge das Militär die Bewegungen bei der nordkoreanischen Armee mit besonderer Aufmerksamkeit, hieß es weiter.