Die Schulden von privaten Haushalten, Unternehmen und Regierung in Südkorea haben die kritische Marke überschritten.
Nach Angaben des Regierungsabgeordneten Lee Han-koo lag das Verhältnis der Schulden der Privatpersonen, Unternehmen und des Staats zum nominalen Bruttoinlandsprodukt Ende 2013 zehn bis 46 Prozent höher als die vom Weltwirtschaftsforum (WWF) genannten kritischen Werte für die Schuldenlast.
Die private Verschuldung lag bei 1.219 Billionen Won oder 1.160 Milliarden Dollar und betrug damit 85,4 Prozent des nominalen BIP. Laut dem WWF liegt der kritische Wert bei 75 Prozent.
Die Schulden der Unternehmen machten mit 1.810 Billionen Won oder 1.120 Milliarden Dollar 126,8 Prozent des nominalen BIP aus. Die kritische Marke für nichtfinanzielle Privatunternehmen beträgt 80 Prozent.
Die offizielle Staatsverschuldung betrug zwar 34,3 Prozent des BIP. Sollten jedoch die Schulden, die vom Staat getragen werden sollen, mit berechnet werden, darunter solche der öffentlichen Institutionen und wegen der Beamten- und Soldatenpension, steigt der Wert auf 114,9 Prozent. Die kritische Schwelle liegt bei 90 Prozent.