Nordkorea hat zum Tod des Vorstandsvorsitzenden von Hyundai-Asan, Chung Mong-hun, kondoliert. Die Kondolenzschreiben haben die nordkoreanische Kommission für Frieden in Asien-Pazifik und Unternehmerverbände Hyundai-Motor und Hyundai-Asan geschickt. Als Zeichen des Respekts sollen die Schiffsreisen, die Hyundai zum nordkoreanischen Geumgang-Gebirge organisiert, vorübergehend eingestellt werden. Die nordkoreanische Kommission, die auf nordkoreanischer Seite die innerkoreanische Wirtschaftszusammenarbeit koordiniert, würdigte Chungs großen Beitrag für die Aussöhnung und wirtschaftliche Kooperation zwischen beiden Teilstaaten. Nordkorea erklärte allerdings auch, dass Chungs Tod nicht als Selbstmord, sondern als Ermordung durch die südkoreanische Oppositionspartei Große Nationalpartei (GNP) und die Ermittlungen des Sonderstaatsanwalts in der Nordkorea-Spendenaffäre verstanden werden sollte. Der GNP warf Nordkorea vor, die Fortschritte in den innerkoreanischen Beziehungen überhaupt nicht zu begrüßen.
Unterdessen teilte Nordkorea Hyundai mit, keine Delegation zu einem Kondolenz-Besuch in den Süden zu entsenden. Nordkorea begründete die Entscheidung mit dem Plan, eine groß angelegte Trauerveranstaltung für Chung im nordkoreanischen Geumgang-Gebirge veranstalten zu wollen.