Der südkoreanische Veranstalter der Reisen zum nordkoreanischen Geumgang-Gebirge, Hyundai Asan, hat die für heute und morgen geplanten Reisen gestrichen. Das Unternehmen habe zwar das Ziel gehabt, das Reiseprogramm gemäß dem Wunsch des verstorbenen Vorstandsvorsitzenden Chung Mong-hun lückenlos fortzusetzen. Nordkorea hatte dem aber nicht entsprochen. Nordkorea wolle mit der Aussetzung des Projekts sein Beileid über den Tod von Chung Mong-hun ausdrücken, teilte Hyundai mit. Zwischen Hyundai Asan und Nordkorea sind derzeit Verhandlungen über einen Termin für die Wiederaufnahme der Reiseprogramme im Gange. Nach Angaben von Hyundai reagierte Nordkorea auf den Vorschlag positiv, das Reiseprogramm ab dem 9. August wieder wie gewohnt fortzusetzen. Die Aufnahme der Nordkoreareisen auf dem Überlandweg am 1. September gehöre ebenfalls zu den Gesprächsthemen, hieß es. Das innerkoreanische Friedenscamp im Geumgang-Gebirge, an dem vom 13. bis 15. August Studenten aus beiden Teilstaaten teilnehmen werden, wird nach Einschätzung von Hyundai planmäßig stattfinden. Die Schiffsreisen zum Geumgang-Gebirge sind somit seit der Einführung des Angebots im Juni 1999 zum vierten Mal vorläufig eingestellt worden. Das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium rechnet damit, dass die Reiseprogramme in baldiger Zeit wieder aufgenommen werden können.