Angesichts der verstärkten Aufklärungstätigkeiten nordkoreanischer Truppen in der demilitarisierten Zone (DMZ) haben südkoreanische Soldaten dieses Jahr deutlich mehr Warnschüsse abgegeben.
Letztes Jahr habe es keine Warnschüsse auf nordkoreanische Soldaten in der DMZ gegeben. Dieses Jahr sei es jedoch sechs Mal zu solchen Zwischenfällen gekommen, sagte ein Vertreter der südkoreanischen Streitkräfte am Sonntag.
Südkoreas Soldaten sprechen per Lautsprecher Warnungen aus, sollten sich nordkoreanische Soldaten der militärischen Demarkationslinie (DML) innerhalb der DMZ nähern. Sollten sie sich auf dieser Linie befinden, feuern Südkoreaner Warnschüsse ab. Bei einem Überschreiten der Demarkationslinie werde gezielt auf die Nordkoreaner geschossen.
Laut einer Regierungsquelle verstärken nordkoreanische Soldaten in letzter Zeit ihre Aufklärungsaktivitäten nahe Schildern zur Markierung der DML. Dazu zähle offenbar auch die Ausbesserung der Schilder, um festzustellen, ob von Südkoreanern geschickte antinordkoreanische Flugblätter auf der anderen Seite der DML landeten.