Nordkoreas Medien haben Südkoreas präsidialen Ausschuss zur Vorbereitung der Wiedervereinigung scharf kritisiert.
Die Kritik erfolgte, nachdem das Komitee am Montag Nordkorea innerkoreanische Regierungsgespräche vorgeschlagen hatte.
Die südkoreanische Regierung habe das Komitee gebildet, um eine Konfrontation mit Nordkorea einzufädeln, schrieb das Parteiorgan „Rodong Sinmun“. Der Plan des Ausschusses, eine Vereinigungscharta zu erlassen, sei eine sinnlose Anstrengung vor einem jämmerlichen Untergang. Eine Vereinigung der zwei Regime sei ein Luftschloss.
Ziel der Vereinigungscharta sei, das sozialistische System Nordkoreas zu beschädigen und die Kolonialherrschaft der USA auf der koreanischen Halbinsel zu etablieren. Die Charta werde nur das Misstrauen und die Konfrontation unter dem koreanischen Volk verschärfen, was zu einem Krieg führen werde, hieß es weiter.
Die Zeitung kritisierte auch Präsidentin Park Geun-hye. Es sei die Führung Südkoreas, die sich die Charta ausgedacht habe.
Dazu sagte Südkoreas Vereinigungsminister Ryoo Kihl-jae, es sei erforderlich, dass Nordkorea unabhängig von Rahmen und Form Seouls Gesprächsvorschlag akzeptiert. Er hoffe, dass der Norden dies tut.