Südkoreas Handelsdefizit gegenüber der Europäischen Union hat letztes Jahr die Schwelle von zehn Milliarden Dollar durchbrochen.
Nach Angaben der Regierung exportierte Südkorea Waren im Wert von 50 Milliarden und 37 Millionen Dollar in die EU. Der Importumfang aus der Union betrug 60 Milliarden und 207 Millionen Dollar. Demnach wurde ein Defizit von 10,17 Milliarden Dollar verzeichnet.
Als Grund wird der stetige Importzuwachs von teuren Artikeln wie Autos und Handtaschen bei einem abgeschwächten Export von Schiffen und Autos genannt.
Im Handel mit der EU hatte Südkorea seit 1998 das 14. Jahr in Folge einen Überschuss erzielt. Seit dem Inkrafttreten des bilateralen Freihandelsabkommens 2012 hat das Land jedoch stets ein Defizit verbucht.