In Abänderung seiner bisherigen Haltung will das Vereinigungsministerium offenbar die antinordkoreanische Flugblattaktion bremsen.
Ein leitender Beamter des Ministeriums hat am Donnerstag Park Sang-hak, dem Leiter des Verbandes "Kämpfer für ein freies Nordkorea" von seinem Vorhaben abgeraten, am 20. Januar Ballons mit antinordkoreanischem Material in den Norden verschicken zu wollen. In Kooperation mit zehn Vertretern einer amerikanischen Menschenrechtsorganisation will er auch DVDs des Satirefilms über Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un verschicken.
Das Vereinigungsministerium hat außerdem dem Leiter einer weiteren Organisation aus Flüchtlingen aus Nordkorea Lee Min-bok vom Verschicken von Flugblättern abgeraten.
Die beiden Aktivisten haben jedoch noch nicht eindeutig geantwortet, ob sie ihre Aktionen einstellen. Park Sang-hak von "Kämpfer für ein freies Nordkorea" sagte KBS gegenüber, er werde mit amerikanischen Menschenrechtlern sprechen und entscheiden, ob die DVDs in den Norden geschickt werden sollen und wenn ja, wann und wie.
Nordkorea wirft der südkoreanischen Regierung vor, die Flugblattaktion nicht zu verhindern. Bisher hielt Seoul an der Position fest, man könne das Vorgehen nicht verhindern, weil es sich um einen Akt der freien Meinungsäußerung handele. Nordkorea setze sich zudem dafür ein, die Verbreitung des Satirefilms zu verhindern.