Die Europäische Union wird die für Januar vorgesehene Entscheidung über die Aufnahme Südkoreas in ihre schwarze Liste wegen illegaler Fischerei möglicherweise um einen Monat vertagen.
Nach Entwicklungen bei der EU werde davon ausgegangen, dass die endgültige Entscheidung um einen Monat verschoben werde, sagte ein Beamter des Ministeriums für Ozeane und Fischerei.
Die Union hatte 2013 Südkorea als vorläufiges Land mit illegaler, nicht gemeldeter und unregulierter Fischerei (IUU) bestimmt. Grund waren illegaler Fischfang koreanischer Schiffe vor Westafrika und der Mangel an Systemen für die Bestrafung und Kontrolle der IUU.
In einem Schreiben vom vergangenen Juli teilte sie mit, in sechs Monaten endgültig zu beurteilen, ob Südkorea als Land mit IUU eingestuft werde.
Angesichts der vertagten Entscheidung reist der stellvertretende Minister Kim Young-seok am Mittwoch nach Europa, um Vertreter der EU zu treffen. Er wolle die Entschlossenheit Südkoreas bekräftigen, den illegalen Fischfang auszurotten, sagte ein Ministeriumsvertreter.