Der südkoreanische Präsident Roh Moh Hyun hat sein Bedauern über die jüngsten Straßenproteste in Seoul gegen das Regime in Pjöngjang geäußert. Das Verbrennen der nordkoreanischen Flagge und des Porträts des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il sei unangemessen gewesen, sagte Roh heute bei einem Treffen mit seinen Sekretären. Er hoffe, dass sich solche Zwischenfälle nicht wieder ereignen. Rohs Äußerungen wurden als Geste der Versöhnung gegenüber Nordkorea gesehen, das auf die Proteste in Seoul mit der Ankündigung eines Boykotts der Universiade in der südkoreanischen Stadt Daegu reagiert hatte. Die internationalen Studentenmeisterschaften beginnen übermorgen in der südöstlichen Stadt. Bei einer Kundgebung von Veteranenverbänden und konservativen Gruppen protestierten am vergangenen Freitag Tausende von Teilnehmern gegen das Atomwaffenprogramm Nordkoreas.