Etwa 20 Tage nach der Neujahrsansprache des Machthabers Kim Jong-un hat Nordkorea seine Propaganda gegen Südkorea wieder aufgenommen.
Das Parteiorgan "Rodong Shinmun" hat am Mittwoch auf allen fünf Seiten politische und soziale Fragen in Südkorea kritisiert. Der Norden hat beispielsweise Ermittlungen gegen zwei Veranstalterinnen von Talkshows, die mutmaßlich pronordkoreanisch orientiert sein sollen, als "wahnsinnigen Aufruhr" bezeichnet. Eine Ko-Veranstalterin mit US-Staatsangehörigkeit wurde mittlerweile abgeschoben. Seoul solle die Verfolgung derjenigen stoppen, die sich für die Wiedervereinigung des Landes einsetzten.
Nordkorea-Experten in Südkorea führen die erneute Propaganda darauf zurück, dass Südkorea auf Pöngjangs Forderung zur Einstellung von gemeinsamen Militärmanövern mit den USA und der Verbreitung von antinordkoreanischen Flugblättern nicht reagiert habe.