Nach Ansicht des Vereinigungsministers könnten innerkoreanische Gespräche Südkorea die Gelegenheit geben, seine Sanktionen gegen Nordkorea aufzuheben.
Die Regierung habe eine entsprechende „Studie“ durchgeführt, sagte Ryoo Kihl-jae in einem Vortrag in Seoul.
Wegen der Strafmaßnahmen vom Mai 2010 sei die Wirtschaftskooperation mit Nordkorea derzeit unmöglich. Die Sanktionen würden für eine heikle Situation sorgen, sollte Südkorea seine Beteiligung am Rajin-Chassan-Logistikprojekt zwischen Nordkorea und Russland formell unterzeichnen und Geld investieren, sagte Ryoo.
Trotz möglicher Tricks des Nordens müsse der Süden immer wieder Gespräche führen, damit die Versprechen eingehalten werden. Die Regierung wolle prinzipiell Austausch und Kooperation in Bereichen wie Gesellschaft, Kultur, Religion und Sport möglichst erlauben, da dieses Jahr das 70. Jahr der Unabhängigkeit gefeiert werde, hieß es weiter.
Ryoo fügte hinzu, dass Nordkorea seine Haltung zur Nuklearproblematik ändern sollte. Südkorea müsse hierfür seinerseits Bemühungen unternehmen und flexibler handeln.