Laut Finanzminister Choi Kyung-hwan wird Südkorea dieses Jahr voraussichtlich an einer lockeren geldpolitischen Haltung festhalten.
Die zweimalige Zinssenkung von 2,5 auf 2 Prozent im zweiten Halbjahr letzten Jahres stelle bereits ein historisches Niveau dar. An dieser Haltung werde voraussichtlich festgehalten, sagte er der Nachrichtenagentur Reuters in einem Interview.
Nach seiner Ansicht seien Strukturreformen wichtiger als die Frage, ob der Schlüsselzins angehoben oder gesenkt werden soll.
Südkorea könne außerdem einerseits vom niedrigen Ölpreis profitieren, andererseits drohe eine Beeinträchtigung der Exporte, wenn die Öl produzierenden Länder wirtschaftliche Probleme bekommen.
Der Minister ergänzte, dass Länder, die Geldpolitik mit dem Ziel betreiben, die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu steigern, der Weltwirtschaft nicht dienen würden.