Nach Einschätzung eines US-Experten ist Nordkorea de facto eine Atommacht.
Das Land nähere sich der Fähigkeit, einen Erstschlag zu überstehen und unverzüglich zum Gegenschlag anzusetzen.
Diese Position vertrat Van Jackson, Gastforscher am Zentrum für eine Neue Amerikanische Sicherheit (CNAS) in seiner schriftlichen Aussage vor einer Anhörung vor dem Außenausschuss des Repräsentantenhauses.
Die USA müssten sich mit Rücksicht auf eventuelle verschiedene atomare Bedrohungen Nordkoreas auf die Möglichkeit eines begrenzten Kriegs vorbereiten. Das Ziel, Nordkoreas Entwicklung zur Atommacht zu verhindern, sei eindeutig und sichtbar verfehlt worden. Nordkorea sei de facto eine Atommacht. Man könne nicht wissen, wie groß sein Atomwaffenarsenal sei, betonte Jackson.
Damit sei das Risiko größer geworden, dass das Ziel, einen neuen Krieg auf der koreanischen Halbinsel zu verhindern, ebenfalls nicht erreicht werde. Nordkorea werde zu bedrohlicher Gewalt verschiedener Formen und dem militärischen Abenteurertum greifen wollen, hieß es weiter.