Einen Tag vor den Sechs-Länder-Gesprächen haben Vertreter Südkoreas, der USA und Japans über Details ihrer Nordkoreapolitik beraten. Die Ergebnisse der Koordinierungsgespräche wurden bereits in die geplanten Grundsatzreden der drei Länder aufgenommen. Wie aus diplomatischen Kreisen in Peking verlautete, werden die USA ihre grundsätzliche Position betonen, dass Nordkoreas Verzicht auf sein Nuklearprogramm nicht mit Gegenleistungen belohnt werden soll. Südkorea und Japan wollten die Notwendigkeit einer friedlichen Lösung der Nuklearproblematik bekräftigen. Beide Länder wollten ferner die Möglichkeit für wirtschaftliche sowie humanitäre Hilfe für Nordkorea andeuten, hieß es. Die Chefunterhändler der drei Länder für die Sechser-Gespräche werden dann am 28. noch einmal zusammenkommen, um über den Inhalt einer gemeinsamen Pressemitteilung zum Abschluss der Sechs-Länder-Gespräche zu beraten. Unterdessen haben südkoreanische Delegierte heute mit Vertretern der russischen und chinesischen Delegation jeweils bilaterale Gespräche geführt. Japans Unterhändler kamen mit Vertretern aus Moskau und Peking zu bilateralen Treffen zusammen.