Die Sechser-Gespräche über eine Beendigung des umstrittenen nordkoreanischen Atomprogramms haben heute in Peking begonnen. An dem dreitägigen Treffen im staatlichen Gästehaus nehmen außer Süd- und Nordkorea die USA, China, Japan und Russland teil. Der chinesische Vizeaußenminister Wang Yi sagte zum Auftakt , die Gespräche seien ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer friedlichen Lösung des Atomkonflikts mit Nordkorea. Nordkorea habe wichtige Entscheidungen für die Verwirklichung der Atomgespräche getroffen. Auch die USA und die anderen Ländern hätten sich aktiv bemüht. Der Abteilungsleiter im US-Außenministerium, James Kelly, forderte Pjöngjang auf, sein Atomprogramm einzustellen. Der stellvertretende südkoreanische Außenminister Lee Soo Hyuck schloss sich in seiner Eröffnungsrede der Forderung Kellys an. Er versprach aber zugleich, umfassende wirtschaftliche Hilfe für Nordkorea von Südkorea, falls das Nachbarland sein Atomprogramm einstelle. Mit dem Beginn der Gespräche in Peking bekräftigte unterdessen Nordkorea über die staatlichen Medien seine Forderung nach einem Nichtangriffspakt mit den USA. Die meisten Teilnehmer rechnen mit einem langen Prozess zur Beilegung des seit zehn Monaten dauernden Atomstreits.