Die südkoreanische Regierung hat das Nichtzustandekommen einer Sitzung des gemeinsamen Ausschusses des Kaesong-Industrieparks bedauert.
Nordkorea hatte im Februar mitgeteilt, den Mindestlohn für seine Arbeiter in Kaesong auf 74 Dollar erhöhen zu wollen. Daraufhin schlug Südkorea vor, dass der gemeinsame Ausschuss am heutigen Freitag über die Arbeitsregelungen für die Industriezone diskutiert. Nordkorea reagierte jedoch nicht auf den Vorschlag.
Südkorea drücke Bedauern aus, dass Nordkorea die innerkoreanische Einigung missachtete und die vom Süden vorgeschlagene Sitzung des gemeinsamen Ausschusses nicht zustande kommen ließ, sagte der Sprecher des Seouler Vereinigungsministeriums, Lim Byung-chul.
Der Süden wolle jegliche einseitige Änderung der Regelungen durch den Norden auf keinen Fall akzeptieren. Für deren Korrektur wolle die Regierung mit in Kaesong ansässigen Unternehmen eng kooperieren und entschlossen vorgehen, hieß es weiter.
Ein Sprecher der nordkoreanischen Behörde für die Entwicklung von Sonderzonen sagte am Donnerstag, dass die Änderung der Arbeitsregelungen für den Kaesong-Industriepark eine normale und legale Ausübung der gesetzgebenden Gewalt darstelle.