Vertreter der im Kaesong Industriepark ansässigen südkoreanischen Unternehmen wollen die Lösung der von Nordkorea einseitig mitgeteilten Lohnerhöhung für die nordkoreanischen Arbeiter fordern.
Nach Angaben eines Regierungsbeamten in Seoul wird die Vertretergruppe am Mittwoch nächste Woche in den Norden reisen und mit der zuständigen Behörde Nordkoreas über diese Frage sprechen.
Der Vorschlag der südkoreanischen Regierung zur Veranstaltung einer Sitzung des gemeinsamen Komitees war von der nordkoreanischen Seite angelehnt worden.
Unterdessen stellte sich heraus, dass Nordkorea vor der einseitigen Mitteilung der Lohnerhöhung für die nordkoreanischen Mitarbeiter bereits seit dem Halbjahr 2014 die Renovierung der Infrastruktur im innerkoreanischen Industriekomplex verlangt hatte. Experten halten es für möglich, dass Nordkorea einseitig die Regelung zum Mindestlohn für die Arbeiter in der Industriezone revidierte, nachdem die Forderung von der südkoreanischen Regierung nicht akzeptiert worden war.
Das Vereinigungsministerium in Seoul hält weiter an seiner Position fest, die einseitige Mitteilung zur Lohnerhöhung durch Nordkorea nicht annehmen zu können.