Die südkoreanische Regierung hat erneut deutlich gemacht, eine von Nordkorea einseitig festgelegte Lohnerhöhung für Arbeiter im innerkoreanischen Industriepark in Kaesong abzulehnen.
Seoul könne einer Anhebung des Mindestlohns innerhalb der in den Arbeitsregelungen festgelegten Obergrenze von fünf Prozent zustimmen, teilte der Sprecher des Vereinigungsministeriums Lim Byung-cheol vor der Presse mit.
Die Regierung wolle einwilligen, dass das Managementkomitee der Industriezone und die nordkoreanische Behörde für die Entwicklung von Sonderzonen über eine Lohnsteigerung innerhalb der Fünfprozentgrenze verhandeln. Mit der Zulassung der Verhandlungen außerhalb des Kanals zwischen beiden Regierungen wolle Seoul der Forderung von Unternehmen nachkommen, hieß es.
Zugleich betonte Lim, Seoul halte an der Position fest, dass beide Koreas über die Arbeitsregelungen und weitere Verbesserungen auf Regierungsebene diskutieren müssten.
Bezüglich eines eventuellen Verschickens von anti-nordkoreanischen Flugblättern durch Bürgergruppen anlässlich des bevorstehenden fünften Jahrestags der Versenkung der Korvette Cheonan hieß es, Regierung werde die für die Sicherheit der Einwohner nötigen Maßnahmen treffen.