Südkorea und Neuseeland haben ihr bilaterales Freihandelsabkommen formell unterzeichnet.
Die Unterzeichnung erfolgte im Anschluss an das Spitzengespräch zwischen Präsidentin Park Geun-hye und Premierminister John Key in Seoul im Beisein von beiden Spitzenpolitikern.
Nach dem Inkrafttreten des Paktes soll Neuseeland die Zölle für alle Importprodukte aus Südkorea innerhalb von sieben Jahren abschaffen. Südkorea soll die Zölle für 96,4 Prozent seiner Importprodukte aus Neuseeland binnen 15 Jahren abschaffen.
Für Waschmaschinen, Kühlschränke und Lastkraftwagen, Südkoreas Exportschlager, werden die Zölle innerhalb von drei Jahren wegfallen. Die Zölle für Rindfleisch aus Neuseeland sollen in 15 Jahren schrittweise abgeschafft werden. Demgegenüber werden 199 sensible Produkte, darunter Reis und Obst, von der Marktöffnung ausgeschlossen.
Der Freihandelspakt sieht ferner Vorzugszölle für im innerkoreanischen Industriepark in Kaesong hergestellte Waren vor.
Beide Staaten vereinbarten außerdem ein Abkommen für die Umsetzung der Kooperation in Landwirtschaft und Fischerei, die Erweiterung des Working Holiday-Programms und die Einführung eines Visums für kurzfristige Beschäftigung. Demnach soll die Quote für Koreaner für das Working Holiday-Programm in Neuseeland von 1.800 auf 3.000 im Jahr steigen.
Das bilaterale Freihandelsabkommen war im November ausgehandelt und im Dezember paraphiert worden.