Nordkorea hat behauptet, zwei südkoreanische Spione festgenommen zu haben.
Die Spione des Nationalen Informationsdienstes, Kim Kuk-gi und Choi Chun-gil, hätten auf einer Pressekonferenz in Pjöngjang gesprochen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA.
Das Ministerium für Staatssicherheit behauptete, dass beide grundböse Terroristen seien, die im Auftrag der USA und des südkoreanischen Geheimdienstes mit gemeinsten und konspirativsten Attentatsmethoden der obersten Führung etwas hätten antun wollen. Sie hätten Chinesen mit koreanischen Wurzeln, Auslandschinesen und nordkoreanische Händler kontaktiert und von ihnen Informationen erhalten.
Kim und Choi sagten auf der Pressekonferenz, dass sie in China von südkoreanischen Geheimdienstmitarbeitern bestochen worden seien. Sie hätten Informationen über Nordkorea gesammelt und ihnen zur Verfügung gestellt oder eine Diffamierungskampagne gegen das nordkoreanische Regime durchgeführt.
Kim sagte, dass er Informationen zu einem eventuellen Besuch der obersten Führung Nordkoreas in China 2010 an Südkorea weitergeleitet habe. Er wolle sich dafür entschuldigen. Choi äußerte, dass er für die Weiterleitung von Daten zum Verteidigungsbereich, die Erfindung von Spionagefällen und die Fälschung von Dollar-Scheinen zuständig gewesen sei.
Ein Vertreter des südkoreanischen Vereinigungsministeriums teilte mit, das Ressort versuche zurzeit festzustellen, ob die beiden tatsächlich Südkoreaner sind.