Die südkoreanische Regierung prüft keine Entsendung eines Sonderbotschafters zur Freilassung von drei in Nordkorea festgehaltenen Südkoreanern.
Das Vereinigungsministerium in Seoul teilte mit, zum jetzigen Zeitpunkt sei es nicht angemessen, dass die Regierung durch einen Freikauf ähnlich wie seinerzeit im Falle der DDR-Häftlinge die Gefangenen zurückhole.
Ministeriumssprecher Lim Byung-chul betonte, Nordkorea halte die Südkoreaner fest und verstoße damit gegen Menschenrechte. Der Norden müsse sie bedingungslos in den Süden zurückkehren lassen.
Die Regierung werde künftig durch den innerkoreanischen Dialog sowie auf diplomatischem Wege ihre Bemühungen fortsetzen, um die Südkoreaner im Norden freizubekommen, hieß es weiter.
Zwei Südkoreaner wurden jüngst in Nordkorea festgenommen. Pjöngjang wirft ihnen vor, Spionageaktivitäten durchgeführt zu haben. Der Missionar Kim Jung-wook wird bereits seit Oktober 2013 im anderen Landesteil festgehalten.