In Norwegen ist ein Buch über einen dort nach Nordkorea entführten Südkoreaner veröffentlicht worden.
Sun Heidi Sæbø, stellvertretende Chefredakteurin der Tageszeitung „Dagbladet“ und Adoptivkind aus Südkorea, veröffentlichte jüngst „Kims Spiel“, das von der Geschichte von Ko Sang-moon handelt.
Ko war Lehrer in Seoul und ging 1978 mit einem Regierungsstipendium für ein Fortbildungsprogramm in die Niederlande. Im April 1979 ging er während einer Urlaubsreise in Oslo vermisst.
Der nordkoreanische Staatssender KCTV gab zwei Monate später bekannt, dass Ko freiwillig nach Nordkorea gereist sei. Die südkoreanische Regierung bemühte sich in Kooperation mit der Regierungen Norwegens und der Niederlande um die Rückführung des Mannes. Nordkorea beharrte jedoch auf Kos Überlaufen und setzte ihn zu Propagandazwecken ein.
Der 67-Jährige soll derzeit bei der nordkoreanischen Akademie für Agrarwissenschaft tätig sein und vom Ministerium für Staatssicherheit überwacht werden.