Nordkorea hat die Unternehmen im innerkoreanischen Industriepark in Kaesong angewiesen, die Löhne für März gemäß dem angehobenen Mindestlohn zu berechnen.
Laut einem Vertreter des südkoreanischen Vereinigungsministeriums habe die nordkoreanische Behörde für die Entwicklung von Sonderzonen jüngst den nordkoreanischen Direktoren und Buchhaltern Richtlinien für die Festlegung von Löhnen und Sozialversicherungsbeiträgen verteilt.
Demnach solle der Mindestlohn gemäß seiner einseitigen Entscheidung von 70,35 Dollar auf 74 Dollar im Monat angehoben werden. Bei der Festsetzung der Sozialversicherungsbeiträge solle der Überstundenlohn berücksichtigt werden, hieß es.
Die südkoreanische Regierung hatte am Donnerstag die Unternehmen in Kaesong in einer Mitteilung aufgefordert, die von Nordkorea einseitig beschlossene Lohnanhebung nicht zu akzeptieren. Sie will bald durch das Managementkomitee der Industriezone formell Diskussionen über die Lohnfrage vorschlagen.